"Gewalt - Sehen- Helfen"

in

Straßburg


Eine Delegation der „Association des Résidents et Amis de Neudorf“, kurz ARAN genannt, besuchte im Jahr 2000 den Frankfurter Präventionsrat, um sich über die Kampagne „Gewalt-Sehen-Helfen“ zu informieren. ARAN ist ein Bürgerverein des Straßburger Stadtteils Neudorf mit über 300 Mitgliedern. Aufmerksam wurde ARAN auf die Frankfurter Kampagne durch einen Beitrag des Hessischen Rundfunks, der in der Anfangsphase von „Gewalt-Sehen-Helfen“ gesendet wurde. Die Geschäftsstelle des Präventionsrates stellte seiner Zeit Kontakte und ein Besuchsprogramm für die Gäste aus Frankreich zusammen. Weitere Besuche mit dem Ziel, das Konzept von „Gewalt-Sehen-Helfen“ auch in Straßburg umzusetzen, folgten.

Ende November 2002 konnte sich eine Frankfurter Delegation von den Früchten des Erfahrungsaustauschs überzeugen:

Aus „Gewalt-Sehen-Helfen“ wurde „Je réagis!“, was so viel wie „Ich tue etwas“ oder „Ich reagiere“ bedeutet. Ein entsprechender Handzettel appelliert an jeden zu helfen, wenn man Zeuge eines Notfalls wird und listet praktische Informationen auf, auf welche Weise dies geschehen kann.

Nach anfänglicher Skepsis konnte ARAN Kooperationspartner und Sponsoren für die Kampagne gewinnen. Nicht nur das: Bei dem Besuch in Straßburg konnte man sich davon überzeugen, wie die auf die Erlebniswelt der Jugendlichen abgewandelte Form von „Gewalt-Sehen-Helfen“, nämlich „cool sein – cool bleiben“, von den Mitgliedern sogar in Schulen erfolgreich umgesetzt wird. Da alle Mitglieder von ARAN ehrenamtlich arbeiten, ist dies in höchstem Maße anerkennenswert.

Bei dem Besuch war auch Gelegenheit für ein Gespräch mit Vertretern der Stadt Straßburg und der französischen Polizei. Dabei wurde deutlich, dass die Umsetzung solcher Projekte durch staatliche Stellen aufgrund zentralistischer Organisationsstrukturen eher schwierig ist. So begrüßte man um so mehr das Engagement der Bürgerinitiative ARAN, das dadurch für mehr Sicherheit beiträgt.

 


oben:
Auszug aus Flyer "Je réagis!" mit dem Appell  hinzuschauen und zu reagieren

 

Besuch bei ARAN in Straßburg am 28. und 29. November 2002

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Willkommensessen Gruppenbild vor dem ARAN-Büro
Jean-Michel Augé, ARAN-Vorsitzender Dominique Kern & Jean-Michel Augé, ARAN Erfahrungsaustausch & Diskussion mit Vertretern des ARAN, der Stadt Straßburg und der Polizei Mme Werlé, Mairie-adjointe für Stadtentwicklung und den Stadtteil Neudorf

Praktische Umsetzung von "Je réagis" bzw. "cool sein - cool bleiben" in der

Lycée Régional Professionel Philippe-Charles Goulden de Bischwiller:

Einführung in die Materie Erläuterung der Übung Erläuterung der Übung auch die Klassen-
lehrerinnen sind dabei
Praktische Übung Praktische Übung Praktische Übung alle sind eingebunden
Praktische Übung mit allen Anwesenden Gemeinsames Essen in der Kantine der Ganztagsschule