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Europäisches Städtenetzwerk für mehr Toleranz und Gewaltlosigkeit Die erkennbare Zunahme von Gewalttaten in Europa, deren Ursprung häufig mangelnde Toleranz ist, wird von vielen Großstädten mit wachsender Sorge beobachtet. Zugleich ist festzustellen, dass Extremismus, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus nicht mehr ausschließlich gesellschaftliche Randprobleme sind, sondern in Teilbereichen ihre Wurzeln mitten in der Gesellschaft haben. Daher sind alle Anstrengungen zu unternehmen, damit niemand erniedrigt,
verfolgt, überfallen, verletzt oder getötet wird. Dazu ist es notwendig, Gemeinsame Aktionen können deutlich machen,
dass Bürgerinnen und Bürger tolerant, weltoffen und wachsam gegenüber allen
Versuchen sind, die Grundregeln unseres demokratischen Gemeinwesens auszuhöhlen. Neben
deutschen Städten sind auch viele europäische Städte von Gewalt und
Extremismus betroffen. Diese Erkenntnis verlangt nach konzertierten Aktionen,
gemeinsamen Projekten und arbeitsteiliger Projektentwicklung. Es
war daher Arbeitsauftrag des Präventionsrates an die Geschäftstelle, eine
Europäische Kooperation zu fördern. Nach gemeinsamer Abstimmung haben die Landeshauptstadt
Düsseldorf und die
Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention hierzu die Initiative
ergriffen und mit weiteren Partnerstädten ein über die Bundesrepublik
Deutschland hinausgehendes
„Städtenetzwerk für mehr Toleranz und Gewaltlosigkeit“ gegründet. Aus
den Präventionsprojekten anderer zu lernen und deren Erfahrungen zu nutzen,
Ressourcen wirtschaftlich einzusetzen, gemeinsame Probleme zu analysieren, Lösungen
zu entwickeln, diese zügig und mit möglichst hoher Erfolgsgarantie umzusetzen,
das sind die Ziele dieses Städtenetzwerkes. Vor
diesem Hintergrund wollen die an der Auftaktveranstaltung in Düsseldorf am 11.
und 12. September 2001 teilnehmenden Städte Chemnitz,
Dublin, Düsseldorf, Frankfurt a.M., Hannover, Köln, Ludwigshafen, Lübeck,
Magdeburg, Molenbeek-Saint-Jean, Newcastle, Rostock, Rotterdam und Stuttgart an
dem Aufbau eines auch für andere Städte offenen Netzwerkes für mehr Toleranz
und Gewaltlosigkeit mitwirken. In
dem Netzwerk sollen gemeinsame Projekte entwickelt, Ergebnisse der
Präventionsarbeit der Städte dokumentiert und über gemeinsame
Kommunikationsstrukturen verfügbar gemacht werden. Zu diesem Zwecke wurde in
einem ersten Schritt ein E-Mail-Knoten
bei der Stiftung Deutsches Forum für Kriminalprävention eingerichtet und die
weitere Zusammenarbeit koordiniert. Damit ist es möglich, dass neue Projekte
einzelner Städte sowohl in der Planung als auch in der Realisierungsphase
zielgerichtet gesteuert und umgesetzt werden sowie ein Austausch praktischer
Erfahrungen unmittelbar und ohne administrative Hemmnisse möglich wird. Der Präventionsrat
der Stadt Frankfurt a.M. hat das Projekt "Lesen
gegen Gewalt" und Informationen
zur Drogenprävention in den E-Mail-Knoten eingestellt. Das
Städtenetzwerk hat auch die Aufgabe eines "Frühwarnsystems":
die Städte werden sich gegenseitig über erkennbare Kriminalitätstrends und
Schwerpunkte informieren. Ziel
der Zusammenarbeit in diesem Europäischen Netzwerk ist insgesamt, der
Kriminalität durch vorbeugende Maßnahmen Einhalt zu gebieten, die durch
Kriminalität entstehenden Schäden zu verringern und das Sicherheitsgefühl der
Bevölkerung zu stärken. * Teilnehmerinnen und Teilnehmer an der Auftaktveranstaltung des Städtenetzwerks:Belgien Innenministerium: Werner Van Herle, Chemnitz: Jürgen Hedderich, Dublin: John Mulligan, Düsseldorf: Werner Leonhardt, Beigeordneter; Düsseldorf: Michael Leye; Frankfurt a.M.: Frank Goldberg, Geschäftsführer des Präventionsrates; Hannover:Bernd Strauch, Bürgermeister; Köln: Herbert Winkelhog, Stadtdirektor – Stadt Köln; Köln: Sascha Mießeler; Lübeck: Karl-Heinz Georg, Geschäftsführer Rat für Kriminalitätsverhütung, Lübeck: Norbert Trabs; Ludwigshafen: Angelika Stock; Magdeburg: Dr. Hans-Heinrich Tabke, Beigeordneter für Kommunale und Ordnungsangelegenheiten; Molenbeek-Saint-Jean: Ronald Ceulemans; Newcastle: Graham Davis; Rostock: Dr. Martina Schüler; Rotterdam: Mrs. Marjolijn Keverling; Stuttgart: Reinhold Halder; Stuttgart: Edgar Hemmerich; Deutsches Forum für Kriminalprävention (DFK): Erich Marks, DFK: Wolfgang Barten, DFK: Prof. Dr. Kube; Deutsches Forum für Kriminalprävention: Internetbeitrag Städtenetzwerk
Fotos vom gemeinsamen Stand des
Städtenetzwerks auf dem 10. Deutschen
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