• Prävention von Vandalismus und Graffiti:

    Schüler gestalten Toilettenhaus in Nieder-Eschbach

    Unbekannte verunstalteten und beschädigten regelmäßig ein öffentliches Toilettenhaus an der U-Bahn-Station Nieder-Eschbach im Innenbereich. Auch regelmäßige Reparaturen und Renovierungen konnten diesen Umstand  nicht ändern. Das Liegenschaftsamt signalisierte daraufhin seine Bereitschaft, hinsichtlich der Prävention von Graffiti und Vandalismus, auch "neue"  und "unorthodoxe" Wege gehen zu wollen.

    Da das Toilettenhaus oft von Jugendlichen als Treffpunkt genutzt wurde, kam unter der Federführung der Geschäftsstelle des Präventionsrates  in Kooperation mit dem Liegenschaftsamt, dem Regionalrat Nieder-Eschbach / Am Bügel, der benachbarten Otto-Hahn-Schule und der Initiative Urban Talent das Projekt zustande,  das Toilettenhaus von Schülerinnen und Schülern unter pädagogischer und fachkundiger Leitung innen wie auch außen neu zu gestalten.

    Vorher: Nach einer Renovierung war die Toilette schnell wieder verunstaltet

    Folgende Ziele wurden dabei verfolgt:

    1. Das Toilettenhaus vor Graffiti und Vandalismusschäden zu schützen.

    Dabei lagen die Erfahrungen aus anderen Projekten zugrunde, dass Freiflächen  länger verschont bleiben, wenn diese künstlerisch gestaltet werden und eine Identifikation mit dem Bauwerk erreicht werden kann.

    2. Das Wertebewusstsein, das Selbstbewusstsein, soziale Kompetenzen und die künstlerischen Potenziale der Jugendlichen zu fördern.

    An der Vorbereitung und Umsetzung des Projekts nahmen von November 2009 bis Juni 2010 ein Künstler der Initiative Urban Talent, zwei Kunstpädagogen und rund 30 Schülerinnen und Schüler  unterschiedlicher Jahrgangsstufen und Schulformen der Otto-Hahn-Schule teil.  Die Schülerinnen und Schüler entwickelten während des Projekts neues Selbstvertrauen, künstlerische Fertigkeiten und soziale Verantwortung. Die Neugestaltung des Toilettenhauses war in der ganzen Schulgemeinde und im Freundeskreis der Schülerinnen und Schüler das "Thema".  Das zweite Ziel wurde bei allen der Teilnehmer erreicht.
    Nach der Fertigstellung im Juni 2010 war das Toilettenhaus nur noch in geringem Maße Ziel von Schmierereien im Innenbereich. Die Außenfassade blieb unversehrt. Im Januar 2011 traten Unbekannte mutwillig innen die Türen ein, so dass die Anlage geschlossen werden musste.

    [ Projektbericht der Initiative Urban Talent ]

    [ Presse Frankfurter Rundschau ]

    [ Presse Frankfurter Allgemeine Zeitung ]

     

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