Das Amt für multikulturelle Angelegenheiten (AmkA) bietet seit 1996 im Rahmen seines Projektes "Stadtteilvermittlung" professionelle Vermittlungshilfe und Mediation bei i.d.R. Nachbarschaftskonflikten und -streitigkeiten an. Die im AmkA geschulten Bürgerinnen und Bürger unterschiedlicher Muttersprachen, die als Stadtteilvermittler tätig sind - zur Zeit 50 Personen - werden auf ausdrücklichen Wunsch der Konfliktparteien eingesetzt. Diese Vermittlungstätigkeit dient der Prävention von Gewalt und soll darüber hinaus dazu beitragen, dass Nachbarn oder z. B. auch Gruppen von Jugendlichen lernen, Konflikte gewaltfrei auszutragen. Dabei werden, wenn es der Klärung dient, verschiedene Behörden und Institutionen eingeschaltet. Mit den Betroffenen finden Gespräche statt, um die anstehenden Probleme zu durchleuchten und gangbare Wege für einen Ausgleich zu suchen. Seit 1996 wurden mehr als 280 Konflikte bearbeitet. Im Jahr 2000 wurden von Behörden wie dem Ordnungsamt, dem Büro der Oberbürgermeisterin, der Polizei, von Privatpersonen und Ortsbeiräten insgesamt 38 Fälle von Nachbarschaftskonflikten gemeldet. 25 Vermittler waren im Einsatz. Bei den Konflikten handelte es sich hauptsächlich um Probleme des alltäglichen Zusammenlebens, von Ruhestörung, Abfallentsorgung, über diskriminierende Bemerkungen bis zu Konflikten mit oder zwischen Jugendlichen. Die Stadtteilvermittler standen auf Wunsch auch den Regionalräten zur Verfügung, z.B. in Sossenheim und Griesheim. Kontakt im Amt für multikulturelle Angelegenheiten: Stadtteilvermittlung: 069 / 212-30144 |