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Informationen und Adressen für Betroffene, Unterstützende und Interessierte

Das Gewaltschutzgesetz

Das Gewaltschutzgesetz bietet zivilrechtliche Möglichkeiten zum Schutz vor körperlicher Gewalt, Bedrohung und Verfolgung (Stalking) durch aktuelle oder frühere Ehe- und Beziehungspartner oder -Partnerinnen, Bekannte und fremde Personen.

Welche Anträge können Sie stellen?

  • Ein Kontakt- und Näherungsverbot
    Sie können beantragen, dass der gewalttätigen Person verboten wird
    -   sich Ihnen zu nähern
    -   Ort aufzusuchen, an denen Sie sich regelmäßig aufhalten
    -   Kontakt zu Ihnen aufzunehmen
    Dies bezieht sich auch auf Telefon, SMS, Fax und digitale Medien.
  • Wohnungsüberlassung
    Sie können den Antrag stellen, dass Sie die Wohnung alleine bewohnen können. Beantragen Sie zusätzlich für Ihre Wohnung ein Kontakt- und Näherungsverbot. Wenn die gewalttätige Person auch im Mietvertrag steht, können Sie die Wohnung zunächst bis max. 6 Monate alleine nutzen. So haben Sie Zeit in Ruhe und Sicherheit, Ihr weiteres Vorgehen zu klären.

Wo können Sie Ihre Anträge stellen?

  • Amtsgericht Frankfurt am Main - Familiengericht
    Gerichtsstraße 2
    Gerichtsgebäude B
    60313 Frankfurt am Main
    Kontakt:
    Telefon: 069/ 13 67 - 01
    Öffnungszeiten:
    Montag - Donnerstag 08:00 - 16:00 Uhr
    Freitag 08:00 - 15:00 Uhr
  • Amtsgericht Frankfurt / Höchst - Familiengericht
    Zuckschwerdtstraße 56
    65929 Frankfurt am Main
    Kontakt:
    Telefon: 069/ 13 67 - 01
    Öffnungszeiten:
    Montag - Freitag 08:00 - 12:00 Uhr

Wie stellen Sie Ihre Anträge?

Anträge nach dem Gewaltschutzgesetz können Sie selbst stellen. Sie brauchen dazu keinen Rechtsanwalt / keine Rechtsanwältin. Ihre Anträge sollte Sie so schnell wie möglich stellen.
Sie sollten sich auf die Antragsstellung vorbereiten. Es ist wichtig, genau zu beschreiben, was passiert ist. Notieren Sie, wo Sie sich im Alltag aufhalten. Für diese Orte können Sie einen Kontakt- und Näherungsverbot beantragen.

Was sollten Sie für die Gewaltschutzanträge mitbringen?

  • Ausweispapiere
  • polizeiliche Bescheinigung über eine Anzeigeerstattung
  • polizeiliche Bestätigung über Wohnungsverweis
  • ärztliche Bescheinigung über Verletzungen
  • wenn möglich, Adressen und eidesstattliche Erklärungen von Zeugen und Zeuginnen
  • den Mietvertrag bei Wohnungszuweisungen
  • die Adresse, wo sich die gewalttätige Person aufhält

Was passiert nach der Antragsstellung?

Der Familienrichter / die Familienrichterin hat drei Möglichkeiten zu entscheiden.

  • 1. Der Familienrichter / die Familienrichterin entscheidet sofort über Ihren Antrag. Sie erhalten den Beschluss bereits am selben Tag oder er kommt in den nächsten Tagen per Post.
  • 2. Der Familienrichter / die Familienrichterin hört die gewalttätige Person zunächst per Post schriftlich an und entscheidet einige Tage später.
  • 3. Der Familienrichter / die Familienrichterin setzt einen Termin nach 2-4 Wochen an. Dazu werden Sie und die gewalttätige Person und evtl. Zeugen oder Zeuginnen geladen. Die Ladung erhalten Sie per Post.

Was ist mit Ihren Kindern?

Das Erleben von Gewalt in der Familie belastet Kinder sehr. Dies gilt auch, wenn die Kinder selbst nicht geschlagen werden, sondern Zeuge von Gewalt gegen einen Elternteil sind.
Bitte suchen Sie daher frühzeitig Beratung und Unterstützung für sich selbst und Ihre Kinder.

Hilfe und Beratung erhalten Sie

  • bei einer der 15 Frankfurter Erziehungsberatungsstellen (www.ebffm.de)
  • Kinder- und Jugendhilfe Sozialdienst in den Frankfurter Sozialrathäusern
  • Kinder- und Jugendschutztelefon (täglich bis 23:00 und kostenfrei unter der Rufnummer 0800 - 201 01 11)

Hier finden Sie in Frankfurt Beratung und Unterstützung
Untenstehend finden Sie alle wichtigen Adressen von Beratungs- und Anlaufstellen in Frankfurt am Main

Wichtige Tipps und Hilfen finden Sie in der Broschüre
Wegweiser für Eilanträge nach dem Gewaltschutzgesetz

 





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